Hotpot ist mehr als eine Mahlzeit. Der Topf steht in der Mitte des Tisches, und jeder kocht, teilt und isst gleichzeitig. Genau deshalb hat Hotpot seine eigene Art des Essens.
Es gibt keine komplizierten Regeln, aber ein paar Gewohnheiten machen das Erlebnis für jeden am Tisch viel angenehmer. Von demjenigen, der als Erster Zutaten in den Topf gibt, bis zur Verwendung von Kochstäbchen: Dies sind die wichtigsten Dinge, die man über die Hotpot-Etikette wissen sollte.
1. Der Topf gehört allen
Beim Hotpot hat niemand seinen eigenen Teller mit einer komplett zubereiteten Mahlzeit. Alles wird gemeinsam am Tisch gekocht.
Deshalb ist es üblich, Zutaten zu teilen und Rücksicht darauf zu nehmen, was andere gerne essen.
Siehst du, dass jemand eine bestimmte Zutat mag? Dann ist es gastfreundlich, etwas davon in den Topf zu geben oder es für diese Person aufzubewahren.
2. Lass deinen Gast zuerst wählen
Isst du Hotpot mit Freunden oder Familie und bist du derjenige, der das Essen organisiert? Dann ist es höflich, die Gäste zuerst wählen zu lassen, was sie in den Topf geben möchten.
In vielen chinesischen Esskulturen spielt Gastfreundschaft eine wichtige Rolle. Jemandem etwas anzubieten oder für jemanden aus dem Topf zu nehmen, ist eine einfache Möglichkeit, diese Gastfreundschaft zu zeigen.
Du musst dabei übrigens nicht förmlich sein. Ein einfaches: „Möchtest du das?“ ist schon genug.
3. Verwende Kochutensilien für den Gemeinschaftstopf
Eine praktische und hygienische Gewohnheit ist es, separate Kochutensilien für die Zutaten im Gemeinschaftstopf zu verwenden.
Denk an:
- Kochstäbchen
- einen Hotpot-Löffel
- ein kleines Sieb
- einen Schaumlöffel
Verwende anschließend deine eigenen Essstäbchen, um das Essen zu essen.
So bleibt es für alle angenehm und übersichtlich.
4. Koche Zutaten zur richtigen Zeit
Nicht alles hat die gleiche Garzeit.
Teigtaschen, Huhn und einige Gemüsesorten brauchen länger, während dünn geschnittenes Rindfleisch, Blattgemüse und Garnelen oft schnell gar sind.
Beginne daher mit Zutaten, die länger brauchen, und füge schnelle Zutaten später hinzu.
So vermeidest du, dass die eine Hälfte des Tisches noch auf das Essen wartet, während die andere Hälfte bereits alles aufgegessen hat.
5. Fülle den Topf nicht sofort komplett
Ein häufiger Fehler bei einem ersten Hotpot-Abend: alle Zutaten gleichzeitig in die Brühe werfen.
Das mag gemütlich aussehen, aber es macht es schwieriger zu bestimmen, wann alles gar ist.
Außerdem kann die Temperatur der Brühe stark sinken.
Koche daher lieber immer kleine Mengen. So bleibt die Brühe gut heiß und das Essen bleibt schön übersichtlich.
6. Mach deine eigene Dip-Sauce
Einer der schönsten Teile des Hotpots ist, dass man nicht alle die gleiche Soße essen muss.
Stell verschiedene Zutaten auf den Tisch und lass jeden seine eigene Dip-Sauce zusammenstellen.
Der eine wählt zum Beispiel eine frische Soße mit Limette und Sojasauce, während ein anderer lieber eine cremige Sesamsauce oder etwas Würziges möchte.
Es gibt keine richtige oder falsche Kombination.
7. Vorsicht mit der gemeinsamen Brühe
Nicht jeder am Tisch hat den gleichen Geschmack.
Liebst du zum Beispiel extra Chili? Dann ist es besser, sie zu deiner eigenen Dip-Sauce hinzuzufügen, als einen ganzen Topf scharf zu machen.
Hast du einen Hotpot mit zwei Fächern, dann kannst du natürlich verschiedene Brühen gleichzeitig servieren.
Das ist besonders praktisch, wenn einige Gäste scharfes Essen lieben und andere lieber eine milde Brühe haben.
8. Nimm dir Zeit
Vielleicht die wichtigste Regel von allen: Eile dich nicht.
Hotpot ist dazu gedacht, langsam gegessen zu werden.
Du kochst ein paar Zutaten, isst sie auf, unterhältst dich dabei weiter und fügst dann wieder etwas Neues hinzu.
Dadurch fühlt sich ein Hotpot-Essen ganz anders an als ein Abendessen, bei dem jeder seinen Teller bekommt und nach zwanzig Minuten fertig ist.
Das Essen ist Teil des Gesprächs und des Beisammenseins.
9. Pass dich der Gruppe an
Hotpot wird oft mit mehreren Leuten gegessen und jeder hat seine eigenen Vorlieben.
Der eine isst gerne Fleisch, der andere hauptsächlich Gemüse. Manche Leute mögen extrem scharf und andere überhaupt nicht.
Gerade weil jeder seine Zutaten selbst kocht, muss das kein Problem sein.
Gebt euch gegenseitig Raum, die Mahlzeit auf eigene Weise zusammenzustellen.
10. Hotpot dreht sich um Gastfreundschaft
Hotpot ist ursprünglich stark mit gemeinsamem Essen und Beisammensein verbunden. Der Topf in der Mitte des Tisches sorgt dafür, dass alle buchstäblich um dasselbe Gericht sitzen.
Deshalb geht es bei der Etikette letztendlich weniger um strikte Regeln und mehr um Gastfreundschaft und gegenseitige Rücksichtnahme.
Biete jemandem etwas an, hilf einem anderen bei der Zubereitung einer Zutat und sorge dafür, dass alle am Tisch mitessen können.
Das passt vielleicht am besten zur Idee hinter Hotpot.